Kunststoff Lexikon

Extruder

Extruder sind Schneckenpressen, die nach dem Funktionsprinzip des Fleischwolfes feste bis dickflüssige Massen unter hohem Druck und hoher Temperatur (je nach Produkt von (10 bis zu 300 (700) bar) und 60 bis 300° C) gleichmäßig aus einer formgebenden Öffnung herauspressen.

Es gibt Extruder mit einer oder auch zwei Schneckenwellen. Bei den Extrudern mit zwei Schnecken unterscheidet man den gleichläufigen und den gegenläufigen Doppelschneckenextruder. Beim gleichläufigen Doppelschneckenextruder rotieren die Schnecken in gleicher Drehrichtung, beim gegenläufigen in entgegengesetzter Drehrichtung. Die Förderung und der Druckaufbau werden beim Einschnecken- und gleichläufigen Doppelschneckenextruder durch die Friktion der mit der Schnecke rotierenden Masse an der stehenden Gehäusewand (Zylinder)bewirkt - man spricht in diesem Zusammenhang von Friktionsförderung. Die so in der Rotation zurückbleibende Masse wird von den wendelförmigen Schneckengängen zur Auslassdüse geschoben. Beim gegenläufigen Doppelschneckenextruder überwiegt das Prinzip der Zwangsförderung.

Der Extruder wurde schon vor 1900 für die Kautschukindustrie eingesetzt. Nach einiger Zeit entdeckte auch die Lebensmittelindustrie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten.

Die Längenbezeichnungen der Extruder wird in 25D, 30D, 40D ec. angegeben, was heißt dass das 25fache (30fache, 40fache ec.) des Schneckendurchmessers die Länge ergibt.

Aufbau
Ein Extruder besteht grundsätzlich aus der Schneckenwelle, auch Schnecke genannt. Sie steckt in einem Rohr, dass den Innendurchmesser der Schnecke hat, dieses Rohr wird Schneckenzylinder genannt. Vorne am Schneckenzylinder befindet sich die formgebende Auslassöffnung, meist einfach Düse genannt. Hinten befindet sich der Antrieb, der für die Rotation der Schnecke sorgt. Meist ist das ein Elektromotor mit Getriebeeinheit. Im hinteren Bereich, meist im hinteren Drittel des Schneckenzylinders befindet sich auch die sogenannte Einzugszone. Das ist der Bereich, in dem das zu extrudierende Material meist über einen Trichter in die Schnecke eingefüllt wird. Dem Extruder in der Kunststoffverarbeitung werden die Rohstoffe (z.B. Kunststoffgranulat) häufig durch gravimetrische Dosierwaagen zugeführt, mit denen die Rezeptur (Bestandteile, Farbmasterbatch, Additive usw.) eingestellt wird.

Quelle: Wikipedia


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