Kunststoff Lexikon

Nylon

Nylon war der Handelname der Firma Du Pont für das in USA 1938 erstmals gross-technisch hergestellte Polymid 66. Aus daraus hergestellten Borsten und Fäden kamen schon ein Jahr später Zahnbürsten und die Nylonstrümpfe auf den Markt. Zeitgleich wurden in Deutschland Monofile und Fäden unter der Handelsbezeichnung Perlon aus PA 6 produziert. In den angelsächsischen Ländern wurde der Begriff Nylon nach dem Krieg zu einer offiziellen Sammelbezeichnung auch aller anderen Polyamid-Typen, sodass man in USA heute noch von Nylon 6 oder 6 Nylon spricht. Nach der international festgelegten Nomenklatur in den Normen ISO 1043 und ISO 1874/1 wird der Ausdruck Nylon jedoch nicht mehr verwendet, sondern nur noch der Begriff Polyamid mit der Abkürzung PA. In USA ist der Begriff Nylon heute keine Handelbezeichnung mehr.

Heute sind die Polyamide die wichtigste Gruppe der technischen Kunststoffe neben den Polycarbonaten ( PC ).
Als PA 6- und PA 66-Fasern und - Monofile haben sie aber auch heute noch eine hohe Bedeutung für Textilien, Teppiche, Borsten, Angelleinen, Fischereinetze und Puppenhaare. Polyamide sind lineare Polymere, die zwischen den charakteri-stischen Amidgruppen (-CO-HN-) eine unterschiedliche Anzahl von CH2-Gruppen ( aliphatische Polyamide ) oder zusätzlich aromatische Benzol-Ringe im Verbund ( partiell aromatische Polyamide ) aufweisen.

Die zwischen den Fremdatomen N ( Stickstoff ) in der Kette vorliegenden C-Atome ergeben die Zahlenbezeichnungen der einzelnen Polyamidkunststoffe, wie PA 6 und PA 66.
Für aromatische und cycloaliphatische Kohlenstoffstrukturen zwischen den Amid-gruppen sind Buchstaben festgelegt worden. Eine Transparenz der auf dem Markt existierenden Polyamid-Handelsprodukte, die heute mehr als 1000 Typen aller Lieferanten umfassen, wird allein durch die ISO 1874/1-Nomenklatur erreicht. EMS war eine der ersten Firmen, die für ihre Produkte diesen Service den Kunden gegeben hat.

Die Eigenschaften der technischen PA-Kunststoffe werden für viele spezifische Anwendungen massgeschneidert. Diese Modifikationen können durch Abmischung mit anderen PA - Typen oder anderen thermoplastischen Kunststoffen oder durch Copolymerisation (Einsatz verschiedener PA - bildender Ausgangsstoffe ( Monomere ) erreicht werden. Copolyamide und weichmacherhaltige Polyamide auf der einen Seite sind sehr flexibel und glasfaserverstärkte und kohlenstoff-faserverstärkte PA Typen mit aliphatischer und / oder partiell aromatischer Struktur sind ausserordentlich steif. Viele spezifische Zusätze verbessern gezielt bestimmte Eigenschaften für einzelne Anwendungen.

Quelle: EMS-CHEMIE AG


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