Kunststoff Lexikon

Partiell aromatische Polyamide

Partiell aromatische Polyamide sind Polyamide, die sich durch einen bestimmten chemischen Aufbau auszeichnen,aber in den Eigenschaften sehr unterschiedlich sein können. Es ist keine offiziell anerkannte Bezeichnung für Polyamide, sondern wird von Firmen aus Marketinggründen verwendet.

Die Standard-Polyamide PA6, PA66, PA12 und PA11 sind aliphatische Polyamide mit linearen Kohlenstoff ( C ) in der Kette zwischen den Fremdatomen Stickstoff ( N ). Aromatische Polyamide, auch Aramide genannt, sind langkettige synthetische Polyamide, bei denen in der Polymerkette die Amidgruppen direkt mit aromatischen Ringen (Benzolstruktur ) und keinen -CH2-Gruppen verbunden sind. Aramide sind thermoplastisch nicht verarbeitbar und als Fasern ( Kevlar und Nomex ) mit ausser-gewöhnlicher Hitzebeständigkeit und extrem guten Brandverhalten bekannt.

Partiell aromatische Polyamide sind Polyamide, die in der Polymerkette zwischen den Amidgruppen sowohl aliphatische als auch aromatische Glieder enthalten. Dabei handelt es sich vorwiegend um Copolyamide, d.h. PA aus mehreren PA-bildenden Monomeren
(Ausgangsstoffe ) hergestellt. Die resultierenden Eigenschaften werden durch die Art der Aromatenkomponente (Terephthalsäure (T) oder Isophthalsäure (I)) und deren Anteil im Polymer zu den aliphatischem Anteil bestimmt. Während die aliphatischen Komponenten durch die Anzahl der C-Atome zwischen den N-Atomen nach ISO 1874 festgelegt werden, sind die Aromaten durch Buchstaben definiert. Allerdings haben auch cycloaliphatische Kettenglieder eine Buchstabenbezeichnung.

Die partiell aromatischen Polyamide umfassen:
Transparente Polyamide unterschiedlicher Eigenschaften, amorphe und transpa-rente Polyphthalamide ( PPA ist international nicht als Abkürzung anerkannt, siehe ISO 1874), für Verpackungsfolien, sowie auch als Mischkomponente zur Modifika-tion von PA66, kristalline Copolyamide mit hohen T-Anteil als HT-PA ( Hochtem-peratur-Polyamide ), z.B. PA6T/6I/66 oder PA6T/6I als GRIVORY HT mit Glasfaser-verstärkung. Sie sind auch PPA-Typen.
Diese neue Klasse von technischen Kunststoffen mit Schmelztemperaturen von 290 bis 3250C und ausserordentlich hohen Kurzzeit-Temperaturbeständigkeit hat seit einigen Jahren eine zunehmende Bedeutung erlangt. Dies betrifft besonders Anwen-dungen im Motorraum von Automobilen.

Die Herstellung durch Polykondensation von Terephthalsäure ( T ), Isophthalsäure ( I ) und Adipinsäure ( 6 ) mit Hexamethylendiamin ( 6 ) erfordert eine spezielle Technologie. Grosstechnisch wird diese technischen Kunststoffe in Europa nur in der Schweiz hergestellt.

Quelle: EMS-CHEMIE AG

 



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